Anfrage ‚Waterklaar‘, Ausbaubedarf Abwassersystem

Ist es ‚typisch deutsch‘, dem guten Willen mit Gebühren und Geldstrafen auf die Sprünge zu helfen? Einen deutscheren Begriff als Niederschlagsabwassergebühr (27 Buchstaben!) kann es kaum geben. Die Niederländer jedenfalls gehen den Weg anders herum. Hier wird finanziell unterstützt, wer versiegelte Flächen wieder so herrichtet, dass Wasser versickern kann, bevor es den Abwasserkanal überhaupt erreicht. Das wird um so nötiger, je mehr es in den vergangenen Jahren zu so genannte Starkregenereignisse gekommen ist. Unserere Nachbargemeinde Beesel gehörte im Herbst 2016 zu den ersten, die das Projekt ‚Waterklaar‘ zur Entsiegelung ausführte. Pro Quadratmeter zahlt die Gemeinde 10 Euro. Geld, mit dem das Kanalsystem gar nicht erst ausgebaut werden muss.

Mit einer Anfrage vom 23. Januar möchte die Grüne Fraktion in Brüggen nun wissen, von welchen Erfahrungen die niederländischen Nachbarn berichten, ob das Vorgehen auch auf unserer Seite der Grenze adaptiert werden kann und wie groß überhaupt der Ausbaubedarf bei unserem Abwasserkanalsystem ist. Dass ein Ausbaubedarf besteht, hat sich zum Beispiel bei den erheblichen Überschwemmungen im Ortsteil Boerholz in den letzten Jahren gezeigt.

Das Original des Antrags als PDF ist hier abrufbar: Anfrage Waterklaar

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