Bäder für das Schwalmland

Nachdem die Firma Krieger Architekten und Ingenieure Ende Mai 2017 ihr Gutachten zur Zukunft der Brüggener Bäder vorstellte, ging die Suche nach einer Lösung der ‚Bäderfrage‘ weiter. Dies auch, weil die Gemeinde Niederkrüchten zwischenzeitlich ihr einziges Hallenbad aus Sicherheitsgründen schließen musste. Das Lehrschwimmbecken in Bracht wird spätestens Ende 2018 geschlossen. Eine interkommunale Antwort auf die Bäderfrage wird somit zunehmend wahrscheinlich. Die Brüggener Grünen favorisieren eine Kombination aus kleinen Standortbädern für den Schul und Vereinssport, unter dem Dach einer gemeinsamen Bädergesellschaft der Schwalmgemeinden und gepaart mit einem attraktiven
interkommunalen Bad für den öffentlichen Badebetrieb. So werden verschiedene Vorteile miteinander kombiniert. Sportbecken an den großen Schulstandorten in Bracht, Waldniel und Elmpt könnten Schwimmunterricht und Schwimmausbildung sicher stellen. Von Reinigungs und Wartungsarbeiten abgesehen, benötigen sie kein Personal. Die Klassen von insgesamt 14 Schulen im Schwalmland werden auf überwiegend fußnahen Wegen bedient. Für einen Neubau in Bracht prognostizierten die Gutachter Kosten von 2,3 Mio. EUR, in vergleichbarer Größenordnung wäre Ersatz auch in Niederkrüchten oder Elmpt zu schaffen. In Schwalmtal kann das ‚Solarbad‘ als reines Schul- und Vereinsbad weiter betrieben und zugleich beim Personalbedarf entlastet werden.

Auch bei einer Konzentration auf eine gemeinsame Bädergesellschaft würden personelle Ressourcen frei, die an anderer Stelle in den drei Kommunen dringend benötigt werden.

Der erheblichste Vorteil ergäbe sich aus dem gemeinsamen Bau eines großen und über die D/NLGrenze hinweg attraktiven Zentrums für den öffentlichen Badebetrieb. Jede beteiligte Kommune müsste nur ein Drittel der Erstellungs- und der laufenden Kosten tragen. Mit dem Gelände der ehemaligen Ziegelei Brimges im ‚Dreiländereck‘ käme ein für alle Schwalmgemeinden mindestens akzeptabler Standort in Betracht. Oberhalb der Schwalm gelegen, wäre ein ‚Auenbad‘ über die B221 problemlos zu erreichen hier schliessen die A52 und die L373 (Swalmener Strasse) als Zubringer an. Die Brimges-Ruinen befinden sich als Industriegelände mitten im Landschaftsschutzgebiet. Die Nutzung durch ein öffentliches Bad wäre für das Umfeld deutlich erträglicher, als eine industrielle Nutzung.

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