Testweise Insektenwiesen

So frisch gemährter Rasen ist richtig schön… tot. In den vergangenen 20 Jahren hat der Bestand an Fluginsekten um 75 Prozent abgenommen. Dass die Natur nicht ohne Bienen auskommt, ist in aller Munde. Dass sie aber ohne Florfliegen, Marienkäfer oder Schlupfwespen genauso wenig überleben wird, ist lange noch nicht überall angekommen. Fehlt eine Insektenart, so fehlt der Fressfeind der nächsten oder das Futter für Vögel oder kleine Säugetiere.

Am 17. April hat die Grüne Fraktion im Rat der Burggemeinde den Antrag eingebracht, testweise drei größere Wiesen ‚durchwachsen‘ zu lassen. Lediglich die Wiesenränder sollen noch in geringer Breite gemäht werden, während das Hauptfeld der Wiese Insekten einen ungestörten Aufenthalt und genügend Nahrung bietet. Als Vorschlag zum Antrag hat die Fraktion ergänzt, dass die Rasenflächen am Schwimmbad in Brüggen, vor der Grundschule in Born (Foto) und seitlich des Feuerwehrgerätehauses in Bracht in Frage kämen.

Angenehmer Zusatzeffekt: Der Bauhof, der in der starken Wachstumsphase der Natur ohnehin erheblich beansprucht ist, wird in geringem Umfang entlastet. Im Jahr 2018 sollen Erfahrungen unter anderem zur Akzeptanz in der Bevölkerung gesammelt werden. Bei Zuspruch und Erfolg könnten die Insektenwiesen in den Folgejahren ausgeweitet werden. Die gemeindlichen Insektenwiesen sollen auch Vorbild für private Nachahmer sein.

Hier der Original-Antrag im PDF-Format.

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