Von wegen pflegeleicht!

Wer sich einen der ökologisch toten Schottergärten vor’s Haus modellieren lässt, hält sich möglicherweise für besonders ‚tricky‘. Einmal investiert, auf Ewigkeit ausgesorgt. Doch die Ewigkeit hält gerade mal drei Jahre. Dann nämlich ist zwischen Kies und Schotter eine neue Wachstumsgrundlage entstanden und die ersten Pionierpflanzen beginnen mit ihrer Arbeit. Schon bald hilft nur noch eine komplette Räumung des Schottergartens oder der Einsatz verbotener Totalherbizide – Strafe bis zu 50.000 EUR!

Damit es erst gar nicht soweit kommt, hat die Grüne Fraktion im Brüggener Gemeinderat nun den Antrag eingebracht, für Neubaugebiete die Anlage bepflanzter Vorgärten bzw. Gärten vorzusehen. Auf die Gestaltung mit Steinen muss dabei überhaupt nicht verzichtet werden – ein klassischer Steingarten, bunt mit Sukkulenten (‚Fettpflanzen‘) gestaltet, ist pflegeleichter und auf jeden Fall wesentlich ökologischer als mancher Schottergarten. Ziel soll sein, gemeinsam mit den Eigenheimbesitzerinnen und -besitzern Gärten zu schaffen, die einerseits wenig Arbeit machen, aber andererseits der heimischen Insektenwelt ein Zuhause bieten.

Hier der Original-Antrag im PDF-Format.

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