Grenzüberschreitende Wirtschaftsförderung

„Wir haben Gold in der Hand“, sagte Beesels Bürgermeisterin Petra Dassen-Housen beim Workshop zur Städtenachbarschaft von Brüggen und Bessel. Über lange Zeit fehlte den beiden Gemeinden die Hälfte ihres Umlands. Die Grenzlage wurde in der Vergangenheit nicht als Kriterium für die Ansiedlung von Unternehmen und Arbeitsplätzen vermarktet. Doch das soll sich ändern.

Die Grünen im Brüggener Gemeinderat haben dazu einen Antrag ‚Grenzüberschreitende Wirtschaftsförderung‘ bei Rat und Bürgermeister eingereicht. Die Idee ist, dass Beesel und Brüggen sich als Ansprechpartner für Unternehmen mit Expansionswunsch zur Verfügung stellen – und zwar für die jeweils andere Seite. Niederländische Firmen, die den Schritt nach Deutschland wagen wollen, finden ihren ersten Ansprechpartner bei der Gemeinde Beesel – in niederländischer Sprache und gewohntem Umfeld. Dort werden sie zu einer Ansiedlung in Brüggen begleitet. Anders herum können sich Firmen aus Hamburg, Berlin oder München an die Gemeinde Brüggen wenden, wenn sie in Benelux aktiv werden wollen.

Dass ihre Ansprechpartner professionelle Wirtschaftsförderer sind, aber gleichzeitig kein Eigeninteresse verfolgen, ist ein großer, angenehmer Vorteil. Dass mit ihrer Hilfe die Sprache kein Hemnis mehr darstellt, ist ein sehr angenehmer Nebeneffekt. Im Antrag an den Gemeinderat wird bewusst darauf verzichtet, die Gestalt der grenzüberschreitenden Wirtschaftsförderung bereits zu konkretisieren. Das soll später im Gespräch zwischen den Gemeindeverwaltungen geschehen.

Hier der Antrag im PDF-Format.

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