Stillegebiet ausweisen

Es fällt innerhalb des Naturschutzgebietes Brachter Wald nahe dem Zugang ‚Weißer Stein‘ auf, dass von hieraus Gruppen zu Fuß oder mit dem Rad in das ‚Depot‘ hinein kommen, die sich nicht so ruhig verhalten, wie dies vielleicht für ein Naturschutzgebiet anzunehmen wäre. Der Unterschied zum Verhalten der Besucher an den anderen Zugängen ist deutlich vernehmbar.

Der Grund könnte überraschenderweise im Naturschutzgebiet ‚Meerlebroek‘ zu finden sein, dass sich auf niederländischer Seite an den Brachter Wald anschließt. Anders als in Deutschland werden in den Niederlanden verschiedene Arten von Naturschutzgebieten unterschieden. Beim Meerlebroek handelt es sich um ein ‚Stiltegebiet‘. Dort sollen die Geräusche der Natur Vorrang haben. Menschen sind aufgefordert, sich rücksichtsvoll zu verhalten, gegenüber Erholungssuchenden ebenso wie gegenüber lärmempfindlichen Tieren. Das Ende des Stiltegebieds ist kurz vor den Häusern am Weißen Stein ausgeschildert.

Die Grüne Ratsfraktion hat nun beantragt, zumindest an den beiden westlichen Depoteingängen ‚Weißer Stein‘ und ‚Kahlbergsche Heide‘ ebenfalls Hinweisschilder auf den Ruhebedarf im Brachter Wald aufzustellen. Dazu soll das Design der niederländischen Schilder übernommen werden, lediglich der Schriftzug ‚Stiltegebied‘ soll durch ein ‚Stillegebiet‘ ausgetauscht werden. Rechtlich bindend sind die in Deutschland unbekannten Verkehrszeichen freilich nicht, sie sollen lediglich ein verständlicher Hinweis auf das erwünschte Verhalten sein.

Hier der Original-Antrag im PDF-Format.

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